Schlafanalyse I

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer!

Herzlichen Dank für Ihre Mitwirkung an der ersten großen Online-Erhebung der Schlafgewohnheiten und Schlafprobleme in Österreicher! Wir freuen uns, dass so viele von Ihnen unserer Einladung zum Ausfüllen der Fragebögen gefolgt sind. Damit leisten Sie einen maßgeblichen Beitrag in der Weiterentwicklung von nicht-medikamentösen Therapieansätzen zur Förderung von gesundem und natürlichem Schlaf.

Wie angekündigt finden Sie untenstehend eine erste Schlafanalyse und können sich mit teilnehmenden Österreicherinnen und Österreichern vergleichen.

Einen guten, gesunden Schlaf und frohe Ostern wünscht,

Univ.-Prof. Dr. Manuel Schabus

Gesamtschlafzeit

Die berechnete subjektive Schlafzeit der Österreicherinnen und Österreicher beträgt knapp unter 7 Stunden. Ein unerwartetes Ergebnis: Frauen in allen Altersgruppen schlafen etwas länger als Männer.

Damit bewegen sich die ÖsterreicherInnen am unteren Ende der (von der National Sleep Foundation) empfohlenen Gesamtschlafzeit von 7-9 Stunden für 18-64 Jahre alte Personen. Personen über 65 sollten zumindest 7-8 Stunden schlafen, wobei auch der Mittagschlaf dabei zu berücksichtigen ist.

Der Unterschied in der Gesamtschlafzeit ist auch über alle Altersgruppen vorhanden.

Mittelwerte Schlafzeiten
Frauen
Männer
Altersgruppe Anz. Mittelwert Anz. Mittelwert
unter 29 73 7.16 20 7.15
30-45 49 6.52 28 6.84
46-59 47 6.41 28 6.07
ueber 60 16 6.06 18 6.22


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Einschlafprobleme

Bei den Einschlafproblemen zeichnet sich ein Bild ab, bei dem ein Drittel der teilnehmenden ÖsterreicherInnen über Einschlafprobleme (mind. 1-2x die Woche) klagen.

Einschlafprobleme
Gesamta
Frauenb
Männerc
Einschlafproblem Anz. Proz. Anz. Frauen Proz. Frauen Anz. Männer Proz. Männer
während der letzten vier Wochen gar nicht 97 34.8 58 31.4 39 41.5
weniger als einmal pro Woche 89 31.9 64 34.6 25 26.6
einmal oder zweimal pro Woche 42 15.1 26 14.1 16 17.0
dreimal oder häufiger pro Woche 51 18.3 37 20.0 14 14.9
Summe 279 100.0 185 100.0 94 100.0
a Alle TeilnehmerInnen die alle drei Fragebögen ausgefüllt haben
b Alle Frauen die drei Fragebögen ausgefüllt haben
c Alle Männer die drei Fragebögen ausgefüllt haben

Einschlafprobleme Frauen

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Einschlafprobleme Männer

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Chronotypen

Die Kategorisierung in “Chronotypen” gibt eine Indikation, ob man eher zu einem klassischen Morgen- oder Abendmenschen gehört. Die Auswertung der Selbsteinschätzung zeigt an, dass 60% der TeilnehmerInnen keine ausgeprägten Tendenzen bei sich wahrnehmen. Jede/r 5te hingegen zählt sich selbst eindeutig zu einem “Morgen- oder Abendtypen”.

Hier ist interessant zu erwähnen, dass der Chronotype genetisch festgelegt ist. Ein innerer “Zeitgeber”, der sogenannte Suprachiasmatische Nucleus macht uns zum Morgen- oder Abendmenschen; ein anderer Rhythmus lässt sich nur schwer erzwingen. Helfen kann Abendmenschen wenig Licht vor dem Schlafengehen, sodass das körpereigene Schlafhormon Melatonin ansteigen kann und uns schläfrig macht. Morgenmenschen hilft umgekehrt viel Licht am Morgen (am besten natürliches Sonnenlicht oder spezielle Blaulicht-Lampen) um Melatonin zu unterdrücken; das erleichtert das Aufstehen.

Gesamt

Chronotyp
Gesamta
Frauenb
Männerc
Chronotyp Anz. Proz. Anz. Frauen Proz. Frauen Anz. Männer Proz. Männer
Eindeutig Morgentyp 53 19.0 33 17.8 20 21.3
Eher Morgen als Abendtyp 89 31.9 62 33.5 27 28.7
Eher Abend als Morgentyp 77 27.6 48 25.9 29 30.9
Eindeutig Abendtyp 60 21.5 42 22.7 18 19.1
Summe 279 100.0 185 100.0 94 100.0
a Alle TeilnehmerInnen die alle drei Fragebögen ausgefüllt haben
b Alle Frauen die drei Fragebögen ausgefüllt haben
c Alle Männer die drei Fragebögen ausgefüllt haben

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