Wer zu wenig schläft, wird leichter krank…oder nicht?

Wer zu wenig schläft, wird leichter krank…oder nicht?

Doch, das Gefühl, das die meisten von uns haben, trügt nicht! Doch Schlaf und das Immunsystem haben eine bidirektionale Verbindung: Einerseits löst eine akute Erkrankung wie ein Infekt einen Entzündungsprozess aus. Wir zeigen dann typisches Krankheitsverhalten, wozu auch meist ein vermehrtes Schlafbedürfnis gehört. Andererseits verändert Schlaf auch die Fähigkeit des Immunsystems, mit solchen Entzündungsprozessen angemessen umzugehen. Dieser Prozess wird möglicherweise durch hormonelle Prozesse im Schlaf beeinflusst. Gesunder Schlaf reduziert beispielsweise das Infektionsrisiko, führt zu einem besseren klinischen Ergebnis nach einer Infektion und erhöht die Effektivität von Impfungen. Schlafmangel hingegen, das heisst wenn man langfristig zu wenig schläft (Empfehlung: 7-9 Stunden pro Nacht) oder unter Schlafstörungen leidet, steht in Zusammenhang mit beispielsweise Diabetes, Atherosklerose und neurodegenerativen Prozessen.

Expertentipps:

  • Schlafen Sie 7-9h pro Nacht, um Ihr Immunsystem bestmöglich bei seiner Arbeit zu unterstützen
  • Im Falle einer Erkrankung geben Sie Ihrem Körper, wonach er verlangt und schlafen Sie sich gut aus.

Quelle

Besedovsky, L., T. Lange, and M. Haack, The Sleep-Immune Crosstalk in Health and Disease. Physiological Reviews, 2019. 99(3): p. 1325-1380.